Gänse

schnatternde Unkrautvertilger

 

Am 9.10.2015 sind die ersten Gänse bei uns am Steinhöglhof eingezogen. Es handelt sich um zwei Gänse und einen Ganter der Rasse Böhmische Gans, die gemeinsam mit unseren Enten und Hühnern die große Streuobstwiese bewohnen. Bei der Böhmischen Gans handelt es sich um eine alte, bodenständige und vitale Gänserasse aus Böhmen (ursprünglich Tschechische Gans). Es ist eine kleine Landgans mit weißem Gefieder, blauen Augen, feingliedrigem Körper und temperamentvollem Wesen, die ein Körpergewicht von 4 bzw. 5 kg erreicht.

Am 1. Oktober 2017 ist die zweite Gänserasse bei uns eingezogen. Es handelt sich um zwei Gänse und einen Ganter der Rasse Lippegans. Die Lippegans zählt zu den extrem gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland und ist eine alte Landrasse aus Westfalen. Sie ist besonders marschfähig, leicht beweglich, frohwüchsig, anspruchslos, wenig krankheitsanfällig und wetterfest. Die Lippegans ist eine bodenständige, mittelschwere Weidegans mit einem Gewicht zwischen 5,5 und 7 kg. Das Gefieder ist rein weiß oder gescheckt. 

Gänse sind ausgezeichnete Nutztiere, da sie genügsam und unkompliziert in der Haltung sind. Sie sind Grasfresser und haben in unserer eingezäunten Streuobstwiese genügend Rasenfläche als Weideland zur Verfügung. Darüber hinaus liefern sie vitam- und mineralstoffreiches Fleisch, Federn und Daunen, Eier, besten Dung, befreien den Rasen von lästigem Unkraut und sind exzellente Wachtiere. Wobei ich mich persönlich in Bezug auf den Wachinstinkt lieber auf unsere Hunde (besser gesagt auf Charlie und Anny) verlasse, da die Gänse zwar gerne und laut schnattern, es dazu aber meistens keinen offensichtlichen Grund gibt.