PUPPILEIN (*28.5.2005 - †18.9.2015)

Die Domina

 

Unser Puppilein (ein trügerischer Name) ist am 28.05.2005 in Köstendorf geboren und unangefochtene Chefin unserer sechsköpfigen Katzenbande. Vom Aussehen ein Traum von einer Katze: eine Mischung aus Perser und Kartäuser, langhaarig in der Farbe Schildpatt auf Weiß mit bernsteinfarbenen Augen. Sie lädt einfach zum Knuddeln und Schmusen ein - aber weit gefehlt. Eine falsche Berührung und sie hängt fauchend am Arm oder Bein, krallt und beißt sich förmlich fest und ist kaum wieder abzuschütteln (schlimmer als ein Hund beim Schutztraining). Eines kann man sich aber bei ihr sicher sein, sie würde ihren Grund und Boden niemals verlassen. Sie liebt es sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und gemächlich entlang unserer Mauer hin und her zu schlendern. Eine Kommandantin wie sie im Buche steht, die sich weder von Menschen noch von Katzen oder Hunden irgendetwas gefallen lässt. Unsere Domina Puppilein ist ein Wolf im Schafspelz, meist launisch und niemals zu Späßen aufgelegt.

 

Unser Puppilein mussten wir völlig unerwartet am 18. September 2015 aufgrund eines inoperablen Tumors im Bauchraum einschläfern lassen. Sie war die unangefochtene Chefin unseres Obergeschosses und wir werden sie irrsinnig vermissen.

 

 

SARI

Die Verfressene

 

Sari ist eine Findelkatze, die wir gemeinsam mit Cleo als Baby von unserer Tierärztin vermittelt bekommen haben und im Oktober 2010 mit circa acht Wochen in unser Heim aufnahmen. Die schwarze Katze mit weißen Pfötchen und Brusthaar würde wirklich alles für ihr Futter tun und erst zu fressen aufhören, wenn sie anfinge zu zerplatzen. Sari ist eine irrsinnige Schmuserin, ist hart im Einstecken und Austeilen und spielt gerade deshalb am liebsten mit ihrem besten Hundefreund Joker - würde ich es nicht besser wissen, würde ich sagen, sie ist unser fünfter Hund. Man erkennt sie aber auf einen Blick, denn sie schielt was das Zeug hält. Sari ist meine liebste, schmusigste und anhänglichste Katze, die man so richtig von oben bis unten durchkneten kann. Das Wort "durchkneten" ist ganz bewusst gewählt, da sie so formbar ist wie ein Stück Marzipan, ohne jemals die Krallen auszufahren. Sari ist verfressen, zwischendurch aufgeweckt und verspielt, verfressen und nochmals verfressen. Eigentlich müsste man sie auch Kletteräffchen nennen: sie klettert auf Bäume (sicherlich nicht gewollt), kommt aber dann von allein nicht mehr runter. Ihre Höchstleistung lag bis jetzt bei ca. 25 m und irgendwie scheint sie für einen Weltrekord zu trainieren. Ihr größtes Manko ist sicherlich, dass sie fremden Hunden zu sehr vertraut...

 

 

CLEO

Die Feinfühlige 

 

Unsere Cleo ist ebenfalls eine Findelkatze, die wir mit circa sechs Wochen gemeinsam mit Sari bei uns aufgenommen haben. Sie ist einfühlsam, liebenswürdig und macht alles sehr überlegt. Eine sanfte Schmuserin, die mich als junge Katze oft auf meinen Spaziergängen mit den Hunden begleitet hat und auch mal gerne alleine etwas weiter vom Haus weggeht. Cleo ist eine dreifärbige Glückskatze, die durch ihre Ausstrahlung besticht. Sie ist diejenige unter den Katzen, die unsere Mäusefang-Quote in die Höhe schnellen lässt. Cleo ist eine sehr korrekte Katze, gibt sich überaus erwachsen und vernünftig. Selten gibt es Momente in denen sie ihre "närrischen fünf Minuten" auch voll auslebt. Unser Schmusetiger zeigt sich immer von ihrer sonnigen Seite, genießt ausgiebig jede Streicheleinheit und ist einfach nur glücklich das Leben in vollen Zügen auskosten zu können. Im Gegensatz zu unserer Sari, mit der sie gemeinsam aufgewachsen ist, hat sich Cleo in eine komplett andere Richtung entwickelt - eine einfühlsame Denkerin.

 

 

MERLIN

Der Lebensgeist 

 

Unser langhaariger, rein weißer Kater mit einem blauen und einem grünen Auge kam mit circa 14 Wochen am 15. August 2011 als Findelkatze zu uns. Ich habe ihn gesehen, mich sofort in ihn verliebt und musste ihn einfach bei uns aufnehmen. Wirft man nur einen kurzen Blick auf den wunderschönen Kater, so wickelt er jedermann umgehend um seine samtigen Pfoten. Merlin vereint alle positiven Eigenschaften, die meiner Meinung nach eine Katze haben sollte: er ist irrsinnig schön, verschmust, zärtlich, verspielt, neugierig, lustig, anhänglich und hat eine überirdische Ausstrahlung. Unser Hahn im Korb fühlt sich pudelwohl bei uns, erweitert schön langsam sein Revier und ist fast immer nur draußen anzutreffen. Merlin strahlt irrsinnig viel positive Energie aus, bringt uns zum Lachen und lässt einem alle Sorgen dieser Welt vergessen. Sieht man einen weißen Kater, der sich in einem Kübel voll Wasser regelrecht badet, um ja nicht zu schmutzig zu werden, kann es nur unser Merlin sein, der sich für die Damenwelt gerade aufstylt. Die weiße Samtpfote hat sich zu einem richtig stolzen Mannsbild entwickelt, der aber oft während seiner Kuscheleinheiten in sein kindliches Dasein zurückfällt und noch immer versucht an uns zu nuckeln.

 

 

FIBY (*2007 - †Mai 2014)

Die Pissnelke

 

Unsere Fiby haben wir im Alter von circa zwei Jahren im April 2010 aus einem Tierheim in Lochen geholt. Eine sehr große und wunderschön gezeichnete Europäische Kurzhaarkatze. Nur leider hat sie einen ziemlich großen Dachschaden. Im Tierheim versicherte man uns, dass sie Hunde gewöhnt sei, aber erwähnte nicht, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes hysterisch vor ihnen davon läuft. Auch erwähnte man nicht, dass sie einen "kleinen" Spleen hat, der dazu führt, dass das gesamte Haus von ihrem intensiven Pissgeruch eingenommen werden kann. Fiby bepinkelt alles, das irgendwie frisch und unbenutzt riecht, noch ziemlich neu aussieht und viel Flüssigkeit aufnehmen kann. Falls man sie irgendwann einmal zu Gesicht bekommt, ist sie grundsätzlich eine sehr liebe und verschmuste Katze, die jeglicher Konfrontation ausweicht. Mittlerweile glaube ich auch nicht mehr daran, dass sich ihr "Pisswahn" irgendwann legen wird und somit wurde das Reich der Katzen im obersten Stock unseres Hauses zur Tabuzone für sie ausgerufen.

 

Fiby ist selbständig im Winter 2012/13 bei uns ausgezogen und hat sich bei unseren Nachbarn, die keine Hunde haben, eingenistet. Im Mai 2014 wurde sie laut unserem ansässigen Jäger beim Mähen so schwer verletzt, dass er sie von ihrem Leid erlöste.

 

 

LISSI & FRANZL (selbständig ausgezogen)

 

Eigentlich musste ich am 19.12.2012 nur unsere Tierärztin aufsuchen, um die verletzte Pfote von unserem Hund Charlie behandeln zu lassen und eigentlich sollten zu diesem Zeitpunkt mehrere Katzen vom Österreichischen Tierschutzverein nur kastriert werden. Doch als ich Franzl so in seiner Box sitzen sah, sagte mir mein Bauchgefühl, dass es einfach nur richtig sein kannn das fünfmonatige Kätzchen bei uns aufzunehmen. Seine Schwester Lissi war eigentlich auch schon jemandem versprochen, doch kam dieser jemand nicht um sie abzuholen. Nachdem ich erfahren hatte, dass beide eigentlich erschlagen werden sollten und mit 12 Wochen vom Österreichischen Tierschutzverein sozusagen gerettet wurden, war es für mich ein Ding der Unmöglichkeit die beiden zu trennen. "Not so amused" über den Neuzuwachs war eigentlich anfangs Niko, der mittlerweile beide so richtig ins Herz geschlossen hat und eine ganz besondere Bindung zu Lissi hat. Und eigentlich kommt es ja immer anders, als man denkt...

Sowohl Lissi als auch Franzl waren bei ihrem Einzug irrsinnig schreckhaft, sehr misstrauisch gegenüber Menschen und brauchen sicher noch einige Zeit um aufzutauen. Bis sie auch unsere Hunde als keine Bedrohung mehr ansehen, wird es wohl noch etwas dauern.

Lissi ist eine dreifarbige Glückskatze mit einer Verletzung am linken Auge. Sie ist sehr feinfühlig und um vieles zurückhaltender als ihr Bruder. Franzl hat eine Tigerzeichnung und langhaariges Fell, ist sehr neugierig und gewöhnt sich schneller an ungewohnte Situationen. Ich bin auf jeden Fall guter Dinge, dass beide in naher Zukunft selbstbewusster werden und zu guten Mäusefängern heranwachsen. Sehen wir mal, wo die Entwicklung von Lissi & Franzl so hinführt....

 

Lissi und Franzl sind beide selbstständig, nacheinander im Laufe des Sommers 2014 bei uns ausgezogen und dürften laut Information unserer Nachbarn bei unterschiedlichen Bauern in der Umgebung ein neues Heim gefunden haben. Grund dafür war sicher auch, dass sie ihre Schreckhaftigkeit nicht ablegen konnten, sich mit den vier ansässigen Katzen nicht unbedingt arrangieren konnten und ein gestörtes Verhältnis zu Hunden hatten. Mittlerweile muss ich sagen, dass wir leider bis jetzt mit drei Katzen aus Tierheimen bzw. Tierschutzvereinen eine recht schlechte Erfahrung gemacht haben...