Overberger Erpel

Enten

feuchtfröhliche Watschler

 

Gemeinsam mit unseren Hühnern bewohnen Enten unseren großen Auslauf mit den alten Obstbaumsorten. Eifrig durchwühlen sie den Boden nach allem möglichen Getier und halten mir bzw. meinen jungen Stauden die Schnecken und deren Eier vom Leib. Stundenlang könnte ich ihnen beim Baden und Plantschen in ihren mit Wasser gefüllten Becken zusehen.

 

Im September 2013 zogen die ersten Enten bei uns ein. Es handelte sich um Mixe aus Laufenten mit unter anderen Rouen Claire und Sachsenenten, die sich aufgrund ihres stärkeren Körperbaus und ruhigerem Temperaments sehr gut für die Arbeit mit den Hunden eignen. Schließlich folgten die eher gemächlichen weißen Warzenenten, die vorrangig als Fleischlieferant bei uns gezüchtet wurden und ein Jahr später wieder ausziehen mussten, da das Zusammenleben mit unseren Mix-Enten nicht gut funktionierte.

 

Und so präsentierte sich die erste Wohngemeinschaft der Enten am Steinhöglhof: 

Seit Frühling 2016 züchten wir nur mehr reinrassige Enten am Hof und somit wurden alle Mix-Enten verkauft.

Die Overberger Enten stammen aus Holland und kommen bisher leider eher selten als Zuchtrasse im deutschsprachigen Raum vor. Sie sind sehr anspruchslos in Aufzucht und Haltung. In den neunziger Jahren wurden sie aus folgenden sechs Entenrassen erzüchtet: Campell-, Streicher, Welsh-Harlekin-, Gimbsheimer, Orpington und Krummschnabelenten. Overberger Enten sind eine nicht allzu lebhafte, aber sehr umtriebige Entenrasse. Sie nutzen ihren Auslauf vollends und vertilgen dabei unzählige Insekten, Schnecken und Würmer. Sie legen gut, sind mitunter auch sehr fürsorgliche Mütter und Brut und Aufzucht verlaufen wie bei all unseren Entenrassen recht reibungslos. 

 

Bilder unser Overberger Enten vom März 2016, Fotografie Melanie Fuchs:

Entenküken

 

Unsere ersten Mix-Entenküken sind im Mai 2014 bei uns eingezogen und standen von Beginn an unter keinem guten Stern. Die jungen Watschler bekamen einen eigenen Bereich in unserem Stall, ähnlich dem unserer Hühnerküken. Von Tag zu Tag minimierte sich ihre Anzahl, obwohl das komplette Gehege schon einer Festung glich. Jeder wurde zu Beginn verdächtigt: angefangen von unseren Katzen bis hin über einen Mader, die beide nicht die Übeltäter zu sein schienen. Bis wir durch einen befreundeten Züchter darauf aufmerksam gemacht wurden, dass nur mehr Ratten für unsere Verluste in Frage kommen könnten. Nie und nimmer hätte ich mit den kleinen Nagern spekuliert und kann es bis heute nicht fassen, dass sie unsere kleine Entenpopulation von ursprünglich 32 um über ein Drittel innerhalb von zwei Tagen minimiert haben. Die restlichen 20 Entchen wachsen jetzt in einem "Hochsicherheitstrakt" außerhalb des Stalles auf und erfreuen sich ihres Lebens. Nachdem kurz zuvor der Großteil der Eltern unserer Küken von einem Fuchs erlegt wurde, scheinen die gefiederten Watschler bei uns unter keinem guten Stern zu stehen...