TAMU im Alter von 5 Monaten

Text von Maria im September 2015

 

Tamu ist ein nordafrikanischer Name und bedeutet „süß“. Und ich muss sagen, dieser Name passt zu dieser Hündin, wie die Faust auf’s Auge. Egal in welcher Situation man Tamu antrifft oder vorfindet, sie verzaubert jeden sofort mit ihrem lieblich süßen Wesen. Aber der kleine Wildfang hat es auch faustdick hinter den Ohren und hat eigentlich nur Unsinn im Kopf!

 

Tamu lebt mit meinem Freund Torsten, unseren Aussies Lio und Caja, zwei Katzen und mir in Berlin. Neben unserer Wohnung in der Stadt haben wir noch ein kleines Gartengrundstück in Oranienburg, wo wir uns häufig aufhalten. In unserer Hündin Caja hat sie eine echte Freundin gefunden. Die beiden spielen so schön miteinander und jagen sich jeden Tag minutenlang über die Wiese vor unserem Haus. Mit unserem Rüden Lio hat es anfangs etwas gedauert bis er sich auf sie eingelassen hat (er hat wahrscheinlich gehofft, dass das kleine Hundekind doch wieder verschwindet und er Frauchen und Herrchen nicht teilen muss), aber inzwischen sind die beiden ein tolles Team. Lio versucht Tamu nach seinen Vorstellungen zu erziehen, das ihm nur bedingt gelingt. Seine Erziehungsversuche enden meistens in einer Art Spiel, was von eigenartigem Singsang aus knurren, jammern, und sehr hohes jaulen begleitet wird, was Torsten oder mich irgendwann so nervt, dass wir dieses Erziehungsspiel beenden.

 

In einer Stadt wie Berlin treffen wir natürlich jeden Tag fremde Hunde und Menschen. Und ich muss leider sagen, dass ich in der Hinsicht weniger Tamu erziehen muss, sondern die Menschen, die der Meinung sind einfach jeden Hund zu streicheln, den sie sehen. Tamu macht das dagegen super. An fremden Menschen geht sie inzwischen vorbei, freut sich aber über jeden, der ihr Aufmerksamkeit gibt. An einem Problem arbeiten wir diesbezüglich noch ...das Anspringen.

 

Bei fremden Hunden reagiert sie sehr aufgeschlossen und rennt, nachdem ich sie freigegeben habe, freudig zu ihnen und fordert sie zum Spielen auf. Nur vor der Deutschen Dogge Thor aus der Nachbarschaft hat sie viel Respekt.

Neue Situationen meistert sie souverän und unerschrocken. Es ist egal, ob Rasenmäher über die Wiese donnern, ein Bauarbeiter einen Bohrhammer schwingt oder sie Bus oder U-Bahn fahren muss.

 

In der Hundeschule ist sie ein echter Streber. Sie arbeitet super mit, versteht sehr schnell, was von ihr verlangt wird und sie hat sehr viel Ausdauer. Wenn es mal nichts zu tun gibt, legt sie sich hin und macht Pause. Auf die anderen Welpen/Junghunde reagiert sie sehr souverän, spielt sehr sozial, verteidigt sich aber auch, wenn einer der anderen Hunde zu aufdringlich wird.

 

Tamu soll bei uns in der Hütearbeit ausgebildet werden und uns hoffentlich bald bei der Arbeit auf einem eigenen Hof unterstützen (auch wenn das noch etwas dauern wird).

 

Tamu liebt:

  • es zu schwimmen - sobald irgendein Gewässer vor ihr auftaucht, egal ob es ein See, ein Bach oder eine kleine Matschpfütze ist, springt Tamu schon hinein und freut sich ihres Lebens
  • outdoor sleeping - Tamu schläft am liebsten draußen an der frischen Luft, entweder in unserem Garten vor der Eingangstür oder auf dem Balkon unserer Wohnung

 

Was Tamu nicht mag: ­

  • den Staubsauger

 

Was ich an Tamu liebe:

  • ­ ihr süßes, liebliches Wesen,
  • ­ ihre ruhige Art und innere Stärke, z.B. im Umgang mit anderen Hunden­
  •  ihr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit
  • ­ ihre sehr gute Auffassungsgabe und ihren Arbeitswillen

 

Was mich manchmal an Tamu nervt:

  • dass sie ständig Unsinn im Kopf hat, wie z.B. ist sie eine Taschendiebin, Taschen, die auf dem Boden stehen, sind vor ihr nicht sicher und sie findet immer irgendetwas Interessantes und trägt es in ihr Versteck
  • das Anspringen

 

Ich freue mich schon riesig, sie erstmals an Schafen zu testen und zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt!

 

TAMU's Fotoalbum